Ramma damm

GEORGENSGMÜND – Auch wenn das Thema Müll im Allgemeinen und die Vermeidung von Plastik im Speziellen derzeit in aller Munde ist: Die Ausbeute der Ramma-damma-Aktion der Gmünder Jugendfußballer bewies auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll, dass ganz offensichtlich bei weitem noch nicht alle verstanden haben, wie Müll richtig entsorgt wird.

Knapp 30 Kinder der Fußballabteilung des TSV Georgensgmünd – wie üblich tatkräftig unterstützt von einer Abordnung der Gmünder Jugendfeuerwehr – machten sich mit ihren Betreuern bzw. Eltern auf den Weg, um die Natur von Abfall und Unrat zu befreien. Von neun Uhr an durchstreiften sie, aufgeteilt in mehrere Gruppen, die Rezatgemeinde und deren nähere Umgebung. So wurden z.B. auch einige Radwege, etwa Richtung Oberheckenhofen oder Hauslach, nach Müll abgesucht. Nach gut zwei Stunden des Suchens und Sammelns ging es schließlich zurück zum Sportgelände Am Lehbühl.

Was dort dann nach und nach vor dem großen Abfallcontainer aufgestapelt wurde, sorgte für einiges Kopfschütteln: Neben mehreren großen Müllsäcken, die mit „Kleinkram“ wie Plastikverpackungen, Papier, Silvesterfeuerwerk, Zigaretten, Dosen und ähnlichem mehr gefüllt waren, brachten die Freiwilligen auch u.a. ein Bügeleisen, Bierkrüge, eine Autorennbahn und knapp ein Dutzend alter Reifen mit. Bürgermeister Ben Schwarz dankte den Kindern und Jugendlichen, auch im Namen der Gemeinde, herzlich für ihren Einsatz. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, lobte er das ehrenamtliche Engagement, an einem Samstagvormittag die Fehler Fremder auszubügeln. Er hob auch hervor, dass die Aktion neben der Umwelt nicht zuletzt auch jedem einzelnen Gmünder zugutekomme. Denn „ihr habt damit auch dafür gesorgt, dass Gmünd noch ein Stück schöner geworden ist.“

Als kleines Dankeschön für die Hilfe warteten auf der Terrasse des Sportheims zum Abschluss dann Getränke und ein kleines Mittagessen auf die Müllsammler. Die einzigen, die – wie schon im letzten Jahr – wenig davon hatten, waren die Jungs und Mädels der Jugendfeuerwehr. Denn kaum, dass sie den letzten Reifen im gelben Müllcontainer versenkt hatten, ging bei Jugendwart Kevin Kolb der Piepser los. Anstatt wie die anderen in Ruhe zu vespern, sprintete die Gruppe zum Feuerwehrauto und preschte mit Blaulicht und Martinshorn davon zum nächsten Einsatz.

240: Ein Teil der jungen Müllsammler mit ihren Betreuern. BM Schwarz (li.) und TSV-Vorsitzender Straubinger (6 v. li.) freuten sich über das große Engagement der Kleinen.

P1170240
P1170243
Bericht und Bilder von Andreas Regler